Diana Ruhe: Dann bleibe ich liegen

Einatmen
Ausatmen
Die Schwerkraft drückt mich auf das Laken
Die Decke speichert meine Wärme

Ich muss nur atmen
Ich atme und schaue an die weiße Decke über mir
Die Decke ist nicht der Himmel
Die Decke ist kalt
Leblos
Aber die Wände verletzen mich nicht
Sie schützen mich, vermeintlich

Manchmal öffnet sich in meinem Leben ein Loch
Und dann zieht es mich an diesen Ort
Dass hier auch Andere waren
Erscheint mir unwirklich

An manchen Tagen bin ich gerne verkatert
Damit ich den ganzen Tag hier sein kann
Manchmal werden meine Lider schwer
Ohne Grund, nein, weil sich die Aufgaben türmen

Nichts zu tun, keine Erwartungen
Entspannung
Bis mein Rücken vom Stillstand schmerzt
Und ich aufstehe, oder dann liegen bleibe

Ein Gedanke zu „Diana Ruhe: Dann bleibe ich liegen“

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